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Berlinfahrt


Der VV Pohlhausen berichtet
Ein spätes Résumé der Berlinfahrt vom 31.10.-03.11.2018
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Der Verkehrs- und Verschönerungsverein Pohlhausen e.V. erhielt letztes Jahr eine Einladung von MdB Frau Elisabeth Winkelmeier-Becker, rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Wir waren eine Gruppe von insgesamt 49 Ehrenamtler aus ihrem Wahlkreis.



Kaum in der Hauptstadt angekommen, hatten wir die außergewöhnliche Chance einen Einblick in das „Allerheiligste“, das Kanzleramt, zu bekommen. Erstaunlich war, hier im CDU/CSU-Fraktionssitzungsraum noch ein „Überbleibsel“ von Konrad Adenauer zu finden: Die 4seitige Sitzungsuhr auf dem großen ovalen Konferenztisch. Im Kanzleramt konnten wir eine Ausstellung zahlreicher Geschenke bestaunen, die Frau Merkel seit 2005 international erhalten hat. Bemerkenswert zu lesen war Teil einer Rede des US Präsidenten Ronald Reagan 1987 am Brandenburger Tor, in der er Michail Gorbatschow, damals noch Generalsekretär der KP in Russland, auffordert, die Berliner Mauer niederzureißen, der dann auch tatsächlich den Mauerfall einleitete. Interessant war auch die „Ahnengalerie“ aller bisherigen männlichen Bundeskanzler, wobei das Portrait von Gerhard Schröder komplett „aus dem Rahmen“ fällt.

Ein weiterer Höhepunkt der Berlinfahrt war sicherlich der Besuch des Reichstages/Deutschen Bundestages, wo uns eine sachkundige Führung zuteil wurde. Im Plenarsaal, auf der Besuchertribüne sitzend wurde uns im Detail alles Wissenswerte über die Arbeitsweise des Parlamentes, das Plenum, die Vielzahl von Aufgaben, die parlamentarische Arbeit, die Sitzordnung und Größe der einzelnen Fraktionen u.v.m. vermittelt. Überwältigend ist die architektonisch beeindruckene, begehbare Glaskuppel. Oben angekommen genossen wir einen herrlichen Ausblick auf Berlin.

Zwischen zwei Sitzungen nahm Frau Winkelmeier-Becker (von Beruf Richterin) sich die Zeit, uns über ihr seit 2005 als MdB Erreichtes, Angestoßenes und ihre zukünftigen Bestrebungen zu berichten und ihre Arbeit in Ausschüssen zu erläutern. Frau Winkelmeier-Becker erläuterte u.a. ihre Stimmenthaltung bei der Abstimmung über die Anerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Sie beantwortete alle unsere Besuchergruppe interessierenden Fragen, wie z.B. Digitalisierung, sicherers Internet (Cybersicherheit) und auch schnelleres in ländlichen Kreisen. Sie würdigte im Besonderen den wertvollen Beitrag der Ehrenamtler aus Zeit, erworbenem Wissen und Einsatzbereitschaft zum Wohle der Gesellschaft. Herzlichen Dank an Frau Winkelmeier-Becker für diese Honorierung, die uns Antrieb für unser weiteres Engagement gibt.

Wir hatten eine sehr kundige Stadtführerin, die uns ihr Geschichts- und Insiderwissen in humorvoller, anregende und geistreiche Art und Weise vermittelte.

Auf der Stadtrundfahrt konnten wir viele Berliner Sehenswürdigkeiten bestaunen: Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Siegessäule, Brandenburger Tor, Holocaust Mahnmal, Checkpoint Charlie, Rotes Rathaus, Berliner Dom, Fernsehturm, Friedrichstadt Palast, Schloss Charlottenburg. Natürlich hatten wir auch Gelegenheit für einen Spaziergang durch das Brandenburger Tor, über den Pariser Platz, über die Straße „Unter den Linden“ und natürlich für einen Besuch im Coffeeshop des Hotels Adlon.

Bewegend war der Besuch des Tränenpalastes, wie die ehemalige Abfertigungshalle/Ausreisehalle von der DDR in die BRD am Bahnhof Friedrichstraße im Berliner Volksmund genannt wird. Jetzt ist hier ein Museum, in dem die damalige Zeit durch erhaltene Kontroll-/Abfertigungschalter, Ausstellungs- und Schriftstücke, Bericht von Zeitzeugen in bedrückender Weise dokumentiert ist, ein Ort, der alles gesehen hat, Abschiedstränen, Sehnsucht, Wut und Verzweiflung.

„Gänsehaut“ bekamen wir auch beim Besuch in der Ackerstraße, wo die DDR zuerst mit dem Bau der Mauer (Hinterlandmauer) begann und zum Teil Häuser in die Mauer einbezogen wurden, nachdem man diese natürlich zuerst „entvölkert“ hatte. Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich beidseits der Bernauer Straße. Auf dem ursprünglich in Ost-Berlin gelegenen Grenzstreifen ist die Außenausstellung zur Geschichte der Teilung (13.08.1961-09.11.1989), exemplarisch dargestellt am Beispiel der Bernauer Straße, zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die zum Westteil der Stadt gehörte, stehen das Besucherzentrum und das Dokumentationszentrum mit einem Aussichtsturm. Durch den Original-Wachturm, das letzte Stück Berliner Mauer, das in seiner Tiefenstaffelung erhalten geblieben ist, wird ein Eindruck vom Aufbau der Grenzanlagen zum Ende der 1980er Jahre vermittelt.

Von dem Innenleben der neuen Zentrale des BND haben wir verständlicherweise nicht viel gesehen. Doch ausführlich wurden uns die Aufgaben und Arbeiten des BND durch einen ehemaligen verdeckt arbeitenden Agenten vermittelt; ein äußerst interessanter Vortrag. Im zulässigen Rahmen beantwortete er auch Fragen zu den Fällen Litwinenko und Skripal.

Eine Sehenswürdigkeit sind der Hackesche Markt und die wunderschön gestalteten Hackeschen Höfe, durch 2 Eingänge zu erreichen. Frühere Fabriketagen wurden aufwändig saniert und es entstanden insgesamt 8 Innenhöfe mit einem großen künstlerischen und gastronomischem Angebot, Kultureinrichtungen, einem Kino, Cafés, Shops, Gewerbebetriebe, wo Designerprodukte gestaltet, hergestellt oder weiterverarbeitet werden. Die Wohnhöfe werden abends für den Besucherverkehr geschlossen. Überall spürt man den ureigenen Berliner Flair.

Herzlich bedanken für diesen schönen und interessanten Besuch in Berlin möchten wir uns auch bei Janine Erhardt, Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro von MdB Frau Winkelmeier-Becker, für ihre ausgezeichnete Organisation, Betreuung und unermüdlichen Einsatz während der gesamten Zeit.

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03.11.2018 - Berlinfahrt

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